Historie

Geschichte der AWO in Singen

1947-1998

Bereits kurz nach Kriegsende fanden sich engagierte BürgerInnen, die sich im sozialen Bereich einsetzten und versuchten die allgemeine Not zu lindern.

Eine Gruppe von Frauen begann bereits im November 1945 mit der Errichtung einer Nähstube, die unter Obhut der AWO, OV Singen noch bis in die 70er Jahre fortbestand. Das erste Domizil dieser Gruppe war im Württemberger Hof.

Hier konnten Frauen unter fachkundiger Anleitung für sich und ihre Familien das Zuschneiden und Nähen von Kleidern lernen.

Zu diesen engagierten Bürgern gehörte auch Eugen Rohmer, der sich mit unermüdlichem persönlichen Einsatz einbrachte und die AWO nach dem Krieg hier in Singen als erster Vorsitzender wieder mitaufbaute.

Die Versammlung zur Wiedergründung der AWO in Singen, fand im Februar 1947 unter Anwesenheit von Martha Schanzenbach, in der Fittingkantine statt.

Die wirtschaftliche Notlage der deutschen Bevölkerung führte in der benachbarten Schweiz zu einer Welle der Hilfsbereitschaft und so konnte die AWO auf Einladung schweizerischer Naturfreunde und Gewerkschaften sowie in Zusammenarbeit mit dem Schaffhauser Großkantonsrat Theo Wanner bereits Anfang 1947 Kinderspeisungen in Schaffhausen durchführen.

Die Kinder wurden einen Sonntag lang in Schaffhausen verpflegt und betreut; zum Schluß erhielt jedes Kind ein kleines Gabenpaket für zu Hause. Die für diese Fahrten erforderliche Genehmigung der französischen Militärregierung lag mehr als einmal am Samstag nachmittag noch nicht vor, so daß sich Eugen Rohmer oder weitere Mitstreiter noch nach harter Fabrik- arbeit mit aller Kraft dafür einsetzen mußten, die Genehmigung zu erhalten.

Aber auch für die Flüchtlinge vor Ort setzte sich die AWO, neben anderen Wohlfahrtsorgani- sationen, ein. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung wurden Carepakete und Kleider- spenden in den Flüchtlingslagern im Singener Seewadel verteilt.

Eine klassische Aufgabe der AWO war bereits in den 20er Jahren die Durchführung von Kindererholungsmaßnahmen/Kinderferienkolonien.

Und bereits ab 1948 führte der OV Singen wieder regelmäßig Ferienkolonien mit je ca. 40 Kinder durch.

Zuerst im Naturfreundehaus Brendt bei Furtwangen, später im Naturfreundehaus Burgmühle, Gauchachschlucht und danach im Donautal sowie als Zeltlager in Horn am Bodensee.

Auch hier wurde das Engagement der Ehrenamtlichen stark gefordert; so opferte Eugen Rohmer und sicher auch seine anderen HelferInnen seinen Jahresurlaub von 12 Tagen um die Freizeiten durchzuführen, denn Sonderurlaub gab es für solche Aktivitäten damals noch nicht.

Eine kleine Anekdote hierzu soll die Schwierigkeiten deutlich machen, mit denen man dabei zu kämpfen hatte. Ein Küchenteam sorgte für die Verpflegung der Kinder, die damals noch recht einfach war.

Bei einem seiner Termine zur Kinderspeisung in der Schweiz erhielt Eugen Rohmer für die Ferienkolonie einige Pakete Nudeln von seinen Schweizer Freunden. Da eine Ausfuhr nach  Deutschland jedoch nicht erlaubt war, wurden die Pakete unterm Tisch am Zoll vorbeigeschmuggelt.

Die Durchführung von Kindererholungsmaßnahmen und Ferienkolonien blieb noch bis zu Beginn der 80er Jahre eine Aufgabe des Ortsvereins, bevor sie dann aufgrund des stetig zunehmenden Volumens und auch der gesteigerten Ansprüche an den Kreisverband abge- geben wurde, der diese Arbeit auch in Kooperation mit anderen Kreisverbänden noch heute durchführt.

Seit 1991 führt der Ortsverein allerdings unter Mithilfe seines Jugendwerks Wochenendfreizeiten für Kinder durch, wobei hier die Intention mehr dahingeht, alleinerziehende Eltern zu unterstützen und Ihnen mal ein freies Wochenende zu gewähren.

Für viele Kinder sind diese Wochenenden auch der Einstieg zur Teilnahme an einer längeren Ferienfreizeit, die dann der Kreisverband anbietet. So daß hier auch heute noch eine enge Zusammenarbeit zwischen Kreis und Ortsverein herrscht.

Doch auch die Geselligkeit kam bei der AWO nie zu kurz. So wurden vom OV ab den 50er Jahren bis Anfang der 60er öffentliche Silvesterveranstaltungen in der Scheffelhalle organisiert, bei denen neben einem bunten Programm mit verschiedenen Künstlern auch eine Tombola mit 1000 Gewinnen (jedes Los gewinnt) durchgeführt wurde.

Der Reinerlös wurde selbstverständlich wieder für die gemeinnützige Arbeit verwendet.

Eine Tradition, die bis zum heutigen Tag erhalten blieb, ist die jährliche Weihnachtsfeier für die Mitglieder.

Ihre Wurzeln hat diese Tradition in der kurz nach Wiedergründung der AWO durchgeführten Kinderweihnachtsfeier in der Fittingkantine. Das Werk stellte hierzu Kakao aus der Schweizerspende zur Verfügung und die Mitglieder hamsterten in den umliegenden Dörfern Obst und andere Lebensmittel.

Die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen bzw. Kakao für die Kinder ist heute noch so aktuell wie kurz nach dem Kriege und auch der Nikolaus kommt jedes Jahr mit seinen Helfern zur Bescherung. Allerdings hat sich das Programm aufgrund der Altersverschiebung etwas verändert. Während früher Theater von und für Kinder aufgeführt wurde, stehen heute mehr musikalische und besinnliche Punkte für SeniorInnen auf dem Programm.

Gerade durch die Gründung eines Altenclubs im Ortsverein zu Beginn der 70er Jahre nahm der Anteil älterer Mitglieder zu.

Die Initiative zur Gründung eines Altenclubs ging von Frau Osswald, der Ehefrau des damaligen Leiters des Michael-Herler-Heimes, aus.

Im Altenclub kann man sich treffen und in froher Gesellschaft einige nette Stunden verbringen.

Seit 1983 wird einmal monatlich im Sommerhalbjahr eine Halbtagesfahrt angeboten, die rege angenommen wird, ebenso wie der gelegentlich am Samstag nachmittag stattfindende Seniorentanz.

Sein erstes Domizil im Michael-Herler-Heim konnte der Altenclub im Herbst 1973 in die Schmidstraße und etwa 1975 in die Aachstraße 5 verlegen. Seit dem Neubau des großen Sozialzentrums des AWO-Kreisverbandes am Heinrich-Weber-Platz im Jahre 1993 hat der Altenclub im dortigen Cafe AWOCADO seine Heimstatt gefunden.

Auch der Ortsverein hat diese Umzüge mitgemacht. Zu Beginn der Wiedergründung erfolgten die Vereinsaktivitäten, Vorstandsitzungen etc. in Gasthöfen bzw. privat. Nach dem Neubau des Michael-Herler-Altenheimes im Jahre 1963 durch den Bezirksverband konnte auch der Ortsverein dortige Räume für seine Zwecke nutzen, z.B. wie oben erwähnt für die Nähstube.

Dennoch drängte es den Ortsverein zu Beginn der 70er Jahre eigene Räume zu bekommen, um verstärkt Möglichkeiten für Initiativen des Ortsvereins, z.B. Altenclub aber auch Jugendräume, Büro etc. zu erhalten.

So setzte sich der Ortsvereinsvorsitzende Hans Jung mit der Stadtverwaltung in Verbindung und konnte übergangsweise das städtische Anwesen Schmidstraße 12 mieten. Unter tatkräftiger Mithilfe vieler Mitglieder wurden sowohl der Garten als auch die Innenräume umgestaltet.

Im September 1973 hatte der Ortsverein erstmals eigene Räumlichkeiten. Da es sich bei der Schmidstraße nur um ein Provisorium handelte, bis das Haus in der Aachstraße 5 geräumt war, mußte der Ortsverein zwei Jahre später bereits wieder umziehen.

Die Aachstraße 5 bot dann 20 Jahre ein Domizil für den Ortsverein Singen und viele Veranstaltungen wie Mitgliederversammlungen, Altennachmittage etc. wurden dort abgehalten.

Nachdem die Stadtverwaltung aufgrund des großen Renovationsaufwandes plante, die Aachstraße abzureißen und sich durch den Neubau des Kreisverbandes am Heinrich-Weber- Platz die Möglichkeit bot, dort Räume zu erhalten, entschloß sich der Ortsverein erneut zum Umzug und beteiligte sich mit großer finanzieller Leistung am Neubau. Heute hat der Ortsverein einen Gruppenraum, der vorwiegend durch das Jugendwerk genutzt wird.

Außerdem kann der Ortsverein weitere Gruppen- und Allgemeinräume des Kreisverbandes nach Absprache mitbenutzen.

Als eine wichtige Einrichtung der Neuzeit des Ortsvereins ist sicherlich das Jugendwerk zu erwähnen. In der Amtszeit von Günter Wörner als erstem Vorsitzenden kam es auf Initiative von Reinhard Zedler im Jahre 1990 zur Gründung. Bereits zu Beginn trafen sich jeweils ca. 10 Jugendliche und junge Erwachsene einmal wöchentlich und es entstanden Projekte wie z.B. die Wochenendfreizeiten oder Broschüren zum Thema Kriegsspielzeug, We are the World etc., die dann an Infoständen in der Innenstadt oder beim Jugendflohmarkt der Stadtjugendpflege verteilt wurden.

Im Jahre 1991 wurde ein Bezirksjugendwerkstreffen organisiert, das großen Zulauf fand.

Die derzeit im Jugendwerk engagierten Jugendlichen beteiligen sich vor allem an der jährlichen samstäglichen Kinderbetreuung in der Vorweihnachtszeit; außerdem sind etliche von ihnen als BetreuerInnen der Ferienfreizeiten des Kreisverbandes zu finden.

Der Ortsverein ist aber auch schon immer an allgemeinen sozialen und zum Teil auch entwicklungspolitischen Aktionen beteiligt. So übernahm der Ortsverein in den 70er Jahren für einige Zeit Kinderpatenschaften in der dritten Welt. In den letzten Jahren unterstützte er vor allem finanziell aber auch mit persönlichem Einsatz, z.B. bei einer Kleidersammlung, Hilfstransporte die der Kreisverband in Zusammenarbeit mit dem Ortsverein Stockach zur Unterstützung der Region Poltava in der Ukraine durchführte.

Seit 1994 nimmt der Ortsverein regelmäßig mit einem Kaffee- und Kuchenstand an der Veranstaltung des DGB zum 1. Mai teil. Die Einnahmen werden jeweils für einen sozialen Zweck, z.B. zur Unterstützung der Krebsnachsorgeklinik Katharinenhöhe verwendet.

Weitere Einnahmen bringen z.B. Flohmärkte, die immer wieder durchgeführt werden und deren Einnahmen in der Regel der Unterstützung konkreter Ziele dienen, wie z.B. in diesem Jahr einer Einrichtung des sozialpsychiatrischen Dienstes.

Eine Einnahmequelle, die bereits seit vielen Jahren existiert, leider in den letzten Jahren mit abnehmendem Erfolg, ist die Landessammlung. Einmal jährlich machen sich SammlerInnen des Ortsvereins auf den Weg, um in der Singener Bevölkerung Spenden für die Sozialarbeit zu erhalten. In den letzten Jahren wurde es jedoch immer schwieriger engagierte SammlerInnen zu finden, so daß nur in einem kleinen Teil des Gebietes überhaupt gesammelt werden kann.

So hat sich die Arbeiterwohlfahrt hier in Singen seit mehr als 50 Jahren auf den verschiedensten Gebieten sozialer Arbeit (von der Kinder- und Jugendarbeit bis hin zur Altenarbeit) mit vielen ehrenamtlichen HelferInnen betätigt und sicherlich durch ihre Arbeit zu einem sozialen Klima in der Stadt beigetragen. An dieser Stelle sei allen Personen, denen im Vordergrund aber vor allem auch jenen vielen, die im Hintergrund die Arbeit unterstützt haben, gedankt für ihre zum Teil langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.

Wir beenden diesen Film in der Hoffnung, auch in weiteren 50 Jahren noch über ehrenamtlich engagierte BürgerInnen im Kreis der Arbeiterwohlfahrt, Ortsverein Singen, berichten zu können.

Quellen:

Bericht des Ortsvereinsvorsitzenden Hans Jung im Singener Jahrbuch 1972

Örtliche Tageszeitungen

Schriftverkehr sowie Vorstandsprotokolle des Ortsvereins

Bildmaterial und mündliche Überlieferungen verschiedener AWO-Mitglieder

Copyright: AWO Singen e.V., 1998

Geschichte der AWO von 1998-2008

In den letzten zehn Jahren hat der AWO Ortsverein Singen die bisherige Arbeit im Bereich der Seniorenarbeit fortgesetzt.

Es gibt weiterhin vierzehntägig den Altenclub, der sich im Cafe Awocado, seit 2005 „Singener Tafel“, am Heinrich-Weber-Platz trifft. Die Leitung hat wie schon 1998 Gertrud Kress. Sie wird in den letzten Jahren unterstützt von Cäcilie Kosmowski.

Auch die Halbtagesfahrten einmal monatlich über das Sommerhalbjahr finden weiterhin großen Anklang.

Maßgeblich beteiligt war der Ortsverein an der Gründung des „Fördervereins Sozialpsychiatrie“. Nachdem die Landeszuschüsse für die beim AWO Kreisverband ansässigen sozialpsychiatrischen Dienste seit Jahren auf gleichem Niveau eingefroren waren, bestand die Gefahr diese Dienste schliessen zu müssen. Bereits 1998 hat sich der Ortsverein  für die Sozialpsychiatrie eingesetzt und bei eigenen Aktivitäten Mittel zur Unterstützung gesammelt. Durch den Förderverein erhoffte man sich eine gewisse Entlastung durch zusätzliches Sponsoring. So hat unter anderem der Förderverein dazu beigetragen, dass diese ausserstationären Angebote auch noch 10 Jahre später bestehen und oft helfen, teure stationäre Aufenthalte zu vermeiden.

Der Wiedereinstieg des Ortsvereins in die Jugendarbeit wird mit den Kinderwochenendfreizeiten fortgeführt. Diese werden unter der Regie von Claudia Rehling in der Regel zweimal jährlich von Freitagabend bis Sonntagnachmittag durchgeführt. Das Angebot richtet sich vor allem an Alleinerziehende, die damit mal ein Wochenende für sich finden können.

Nachdem Anfang der 2000er Jahre die Nachfrage nachliess, wurde die Altersstruktur etwas nach oben verschoben. Richtete sich zu Beginn das Angebot an sechs bis zehnjährige, findet es nun für sieben bis elfjährige statt. Wobei die Mehrzahl der Teilnehmer in der oberen Altersgruppe zu finden ist.

Der Versuch im Jahr 2002/2003 eine Kindergruppe einzurichten, um im Rahmen der Mitgliederwerbung die AWO für Jüngere attraktiver zu machen, scheiterte nach einem Jahr mangels Nachfrage seitens der Kinder. So richtete man das Augenmerk unter anderem im Rahmen der sich wandelnden Schulpolitik, auf Nachmittagsangebote für Schulen.

Es wurden in 2004 die Singener Grundschulen angeschrieben und der Bedarf für Hausaufgabenbetreuung sowie evtl. Spielgruppen abgefragt.

So begann Ende 2004 an der Schillerschule eine Spielgruppe, die sich in den kommenden Jahren dann zur Hausaufgabenbetreuung für Grundschulkinder wandelte. Im Folgejahr kam dann die Hebelschule dazu. Nachdem die Nachfrage der Schule und auch das Angebot an Ehrenamtlichen für die Betreuung verstärkt auf die Hausaufgabenbetreuung zielte, wurde die Spiel/Bastelgruppe wieder aufgegeben.

Im Rahmen struktureller Maßnahmen wurde in Absprache mit dem Schulträger (Stadt Singen) zum Schuljahr 2007/2008 die Betreuung an der Hebelschule eingestellt und das Angebot auf die Schillerschule zentriert. Aufgrund der großen Nachfrage seitens der Kinder/Eltern liegt hier inzwischen die Hauptarbeit des Ortsvereins in der Koordination der Betreuer und ständige Suche nach weiteren Ehrenamtlichen. Hier erhofft sich die AWO, vor allem aufgrund der anhaltenden Debatten um die künftige Schulstruktur für die Zukunft eine stärkere Unterstützung seitens des Schulträgers.

Das Jugendwerk, das in den letzten Jahren mehr und mehr im Bereich der Ferienbetreuer tätig war, ging in den Kreisverband über und übernahm die Aufgabe der Ausbildung der Ferienbetreuer.

Nachdem, vor allem aufgrund verschiedener Gesetzesänderungen durch den Bund (SGB II und SGB XII), der Beratungs- und Hilfebedarf, vor allem sozial schwacher Haushalte, im Umgang mit Behördenformularen und -anträgen,  stark zugenommen hat, hat der Ortsverein eine Antragsberatung eingeführt, die seit 2003 einmal wöchentlich durch Roland Lukiewski durchgeführt wird. Aufgrund der zunehmenden Nachfrage beim Ausfüllen von Anträgen aber auch bei Widersprüchen gegen Bescheide u.ä. sind derzeit weitere 2 Personen im Rahmen von 1,50 Euro-Jobs tätig.

Für dieses Angebot hat der Ortsverein in 2006 auch vom Bezirksverband aus der Sozialstiftung Mittel zur Anschubfinanzierung erhalten.

Die Teilnahme mit einem Kaffee- und Kuchenstand an der DGB-Veranstaltung zum 1. Mai wurde fortgeführt. Dieser Termin dient vor allem der Präsenz des Ortsvereins in der Öffentlichkeit sowie der Einnahmengewinnung für soziale Projekte.

Hinzugekommen ist ab 2005 die Teilnahme am Martini-Markt der Stadt Singen.

An der jährlichen Landessammlung, die bezirkweit immer im März durchgeführt wird, nimmt auch der Ortsverein weiterhin teil. Nachdem die Zahl der direkten Sammler immer mehr zurückgegangen ist, hat sich der Ortsverein 1999 erstmals dazu entschlossen, eine Mailing-Sammelaktion durchzuführen. Seither werden jährlich zur Landessammlung ca. 5000 Mails an die Singener Haushalte verteilt und so neben der direkten Haussammlung im Schnitt ca. 700,– Euro eingenommen.

Eine Diskussion die die AWO auch in den letzten 10 Jahren stark beschäftigt hat ist die zunehmende Überalterung der Mitglieder und die Gewinnung von neuen Mitgliedern. So gab es immer wieder Treffen auf Kreis- und Ortsvereinsebene bei denen Ideen und Strategien zur Mitgliedergewinnung entwickelt wurden.

Ein Versuch im Ortsverein Singen war die Einführung eines Sommerfestes im Freibad Worblingen. Nach dreimaliger Durchführung wurde diese Idee jedoch wegen des zu großen Aufwandes und der zu geringen Wirkung wieder eingestellt.

Allerdings konnten doch durch die starke Präsenz im Stadtleben immer wieder neue Mitglieder geworben werden, so dass auch 60 Jahre nach Gründung noch ein starker Ortsverein die sozialen Geschicke der Stadt mitbestimmt.

2008: zum ersten Mal Beteiligung an Aktion Kinderlächeln des BJW (Kunden kaufen bei beteiligten Kaufhäusern Geschenke für bedürftige Kinder

2009: Beteiligung an der erstmals erfolgten Aktion „Schultüten für bedürftige Kinder“ des BJW

Geschichte der AWO von 2009-2015

In den letzten Jahren hat der AWO Ortsverein Singen die bisherige Arbeit im Bereich der Seniorenarbeit fortgesetzt.

Es gibt weiterhin vierzehntägig den Altenclub, der sich im Cafe Awocado, seit 2005 „Singener Tafel“, am Heinrich-Weber-Platz trifft. Die Leitung hat aufgrund einer Erkrankung von Gertrud Kress Maria Denzel übernommen. Seit Ihrer Genesung unterstützt Gertrud weiterhin diese Nachmittage.

Auch die Halbtagesfahrten einmal monatlich über das Sommerhalbjahr finden weiterhin großen Anklang und werden von Gertrud Kress mit Unterstützung durch Maria Denzel organisiert.

Wochenendkinderfreizeiten werden weiterhin 2 x jährlich durchgeführt. In 2014 fand erstmals eine reine Jungsfreizeit statt, die sehr guten Anklang fand.

Die Antragsberatung wird weiterhin durch den Ortsverein angeboten. Krankheitsbedingt ist Roland Lukiewski 2014 ausgeschieden. Durch eine Massnahme der Agentur für Arbeit hat der bisher ehrenamtlich tätige Stefan Irsigler in 2014 die Hauptkoordination übernommen.

Die Anstellung erfolgt allerdings über den Kreis. Für den Ortsverein ist ab 2014 nur noch Rita Gerbeth ehrenamtlich tätig. Hier wird überprüft werden müssen inwieweit das Angebot durch den Kreisverband übernommen wird.

Der starke Anstieg bedürftiger Menschen im Landkreis und die fehlende staatliche Unterstützung  hat dazu geführt, dass der Ortsverein in 2013 einen Brillenfond ins Leben gerufen hat. Hierbei werden die Kosten für eine Brille bis zu 80 % bezuschusst. Gleichzeitig hat der Ortsverein über den Kreisverband in 2014 einen Antrag an die Bezirkskonferenz eingereicht, dass der AWO-Gesamtverband politisch darauf hinwirken soll, dass es hier wieder staatliche Unterstützung bzw. eine Aufnahme in den Katalog der Krankenkassen gibt.

Die Teilnahme mit einem Kaffee- und Kuchenstand an der DGB-Veranstaltung zum 1. Mai wurde fortgeführt. Dieser Termin dient vor allem der Präsenz des Ortsvereins in der Öffentlichkeit sowie der Einnahmengewinnung für soziale Projekte.

Die Teilnahme am Martini-Markt der Stadt Singen erfolgt weiterhin regelmässig.

Aufrufe zur Landessammlung werden seit 2014  nur noch an die Mitglieder versandt, da die Spenden in der Regel durch diese erfolgten. Die Sammelaktion auf dem Wochenmarkt mit Sigrun Mattes und Gertrud Kress musste aus gesundheitlichen Gründen der beiden eingestellt werden. Eine direkte Sammlung durch Sammler vor Ort fand aufgrund der geringen Personaldecke nicht mehr statt.

Allerdings konnten doch durch die starke Präsenz im Stadtleben immer wieder neue Mitglieder geworben werden, so dass auch über 60 Jahre nach Gründung noch ein starker Ortsverein die sozialen Geschicke der Stadt mitbestimmt.

Weiterhin Durchführung der Aktion Kinderlächeln zu Weihnachten(Kunden kaufen bei beteiligten Kaufhäusern; in Singen bei Karstadt;  Geschenke für bedürftige Kinder). Hierzu wird jeweils mit verschiedenen Singener Schulen kooperiert.

Die  Aktion „Schultüten für bedürftige Kinder“ des BJW wird weiterhin durchgeführt und erfreut sich immer größerer Nachfrage.

Im November 2014 hat der Ortsverein Volkertshausen bei seiner Mitgliederversammlung die Auflösung und der Übergang der verbliebenen Mitglieder auf den OV Singen beschlossen.

Die Mitglieder wurden vom Ortsverein Singen gerne aufgenommen.